Allgemein, überdiesFünf Dinge, die sie schon immer wissen wollten: Puccinis La bohème

 

EINS

Der Komponist der Oper, Giacomo Puccini, wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren. Sein Urgroßvater war Komponist und Organist, sein Großvater komponierte Orchester- und Klavierstücke und sein Vater komponierte Messen und Opern. Er hatte auch einen Sohn, Antonio Puccini, der wurde jedoch kein Komponist oder Musiker, die Berühmtheit seines Vaters  noch zu übertreffen, wäre auch schwer geworden.

 

ZWEI

Giacomo Puccini liebte schnelle Autos! Er wurde eine der ersten berühmten Personen, die in einen Autounfall verwickelt waren.  Als sich sein Auto auf einer Straße am Stadtrand von Lucca überschlug und im Graben landete, saßen auch seine Frau und sein Sohn im Auto. Sie nahmen jedoch keinen ernsthaften Schaden, nur Puccini selbst brach sich ein Bein. Gut, dass es nicht die Hand war, er hatte noch ein paar Musikstücke zu Papier zu bringen.

 

DREI

Die Oper ist in „Quadri“, also Bilder, nicht in Akte unterteilt. Denn als Grundlage diente keine Erzählung, sondern die Fortsetzungsgeschichte „Scènes de Bohème“, bei der es sich eher um eine bildhafte Schilderung des Lebens in den Künstlervierteln von Paris als um einen vollständigen Roman handelt. „Ich kenne niemanden, der das Paris dieser Zeit so gut beschrieben hat wie Puccini in La Bohème“ fand Debussy, es ist Puccini also gelungen, diese Bilder musikalisch umzusetzen.

 

VIER

Puccini starb am 29. November wenige Tage nach einer Halsoperation in Brüssel. Die Nachricht kam in Rom an, während dort gerade eine Aufführung von La Bohème stattfand. Diese wurde augenblicklich abgebrochen und das Orchester begann, den Trauermarsch von Chopin vor dem fassungslos benommenen Publikum zu spielen.

 

FÜNF

Die Mannheimer Inszenierung stammt von Friedrich Meyer-Ortel und ist mittlerweile 44 Jahre alt. Nach 111 Vorstellungen verabschiedete man sich 2000 von der Inszenierung um von 2001 bis 2003 eine aus Antwerpen geliehene Inszenierung von Robert Carsen zu spielen. 2006 entschied sich die damalige Intendantin Regula Gerber jedoch dagegen la Bohème neu inszenieren zu lassen, und kehrte zu Meyer-Oertels Inszenierung zurück, sodass es sich bei der diesjährigen Wiederaufnahme um die 165. Aufführung dieser Inszenierung in Mannheim handelt.

 

von Carlotta Riedelsheimer